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Frischer Wind durch das Wort der Bischöfe zu „Amoris Laetitia“

Mgvers_2017_kleinFamilienbund unterstützt die Initiative des Bistums Osnabrück zur Beziehungspastoral

Der Familienbund begrüßt das Wort der deutschen Bischöfe mit der Einladung zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral. Das Bischofswort würdigt die Leistung der Familien, wenn „mit großem Respekt“ hervorgehoben wird, welche Anstrengungen Menschen heute in Gesellschaft, Beruf und Erziehung zu bewältigen haben. Ferner machen die Bischöfe deutlich, dass alle, „die tagtäglich partnerschaftliche Treue, elterliche Liebe, Fürsorge und Erziehung, Solidarität zwischen den Generationen und aufrechte Beziehungen in ihrem familiären Umfeld leben“, einen unendlich wertvollen Beitrag für die Gesellschaft, vor allem aber füreinander leisten.

Das Anliegen der Bischöfe, Ehevorbereitung und Ehebegleitung nicht nur punktuell, sondern in den verschiedenen Facetten unter Berücksichtigung der Komplexität des Lebens auszubauen, unterstützt der Familienbund ausdrücklich. Die Haltung, sich „nicht,  auf die Verkündigung von Prinzipien zurückzuziehen“, wie sie von den deut-schen Bischöfen gefordert wird, ist die Voraussetzung für eine an der Lebenswirklichkeit der Menschen ansetzende Pastoral.

Mit Blick auf die Menschen, die in einer anderen Form der Beziehung als die der sakramentalen Ehe leben, machen die Bischöfe mit dem Hinweis auf das Päpstliche Schreiben „Amoris Laetitia“ deutlich, dass Urteile zu vermeiden sind, „welche die Komplexität der verschiedenen Situationen nicht berücksichtigen“. Diesbezüglich begrüßt und teilt der Familienbund die Aussage der deutschen Bischöfe: „In Lebenssituationen, die oft genug als aufreibend und belastend erlebt werden, sollen die Betroffenen erfahren können, dass ihre Kirche sie nicht fallen lässt.

Im Umgang mit den wiederverheiratet Geschiedenen muss deutlich werden, dass sie zur Kirche gehören. Unter Berücksichtigung des Grundsatzes „begleiten – unterscheiden – eingliedern“ schließt sich der Familienbund der Forderung der deutschen Bischöfe nach „differenzierten Lösungen, die bei gescheiterten Beziehungen dem Einzelfall gerecht werden“ an.

Ferner begrüßt der Familienbund die Aussage der Bischöfe, dass gerade in der Situation des Scheiterns, aber auch darüber hinaus den Menschen erfahrbar werden muss, dass die Kirche sie begleitet und einlädt, mit ihr unterwegs zu sein. Paare in Krise, Scheidung und zivilrechtlicher Wiederverheiratung zu begleiten, bedeutet eine große Herausforderung und Chance, die Kirche und ihr Eheverständnis zur Sprache zu bringen.

Vor diesem Hintergrund begrüßt der Familienbund das Vorhaben des Bistums, in jedem Dekanat Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Beziehungspastoral zu benennen.

Dadurch wird ein Zeichen für eine sich weiter öffnende Kirche gesetzt, in der es künftig selbstverständlich sein muss, ortsnah eine entsprechende Beratung und Unterstützung zu finden. Mit Blick auf die eigenen Mitgliedsverbände fordert der Familienbund die Verantwortlichen dazu auf, dieses Angebot der Kirche in ihren Reihen und darüber hinaus bekannt zu machen und bei der Suche nach geeigneten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern zu unterstützen.