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Harald Schmidt zeigt Wandel der Familie

2016-01-19_Besucher_kleinFamilienbund eröffnet Ausstellung mit Kreisrat Selle

Die Ausstellung „Familienbilder im Wandel“ wurde am 19. Januar im Kreishaus Osnabrück im Rahmen einer Feierstunde eröffnet. Sie gibt einen Überblick über die Veränderungen des Familienlebens in den vergangenen 60 Jahren. Anhand von privaten Familienfotos und interaktiven Elementen werden Informationen zu den Rahmenbedingungen für Familien in den verschiedenen Jahrzehnten gegeben.

„Die Ausstellung befasst sich zwar rückblickend mit der Vergangenheit“, erläuterte Marga Apke vom Familienbund der Katholiken im Bistum Osnabrück. Sie wolle aber der Anlass sein, über die Zukunft von Familie nachzudenken.

2016-01-19_Selle_kleinKreisrat Matthias Selle knüpfte daran in seinem Grußwort an, indem er seine eigenen Erfahrungen mit Familie ansprach: „In meinem Elternhaus waren acht bis zwölf Personen und jeder half jedem.“ Der Stellenwert von Familie sei dem Landkreis sehr bewusst, führte Selle aus. Aktuell laufe eine Auditierung um sich auch offiziell als eine familiengerechte Kommune ausweisen zu können. Stolz sei er darauf, dass die Prognose der Demografie für den Landkreis Osnabrück ein „Geburten-Plus“ vorhersage.

2016-01-19_Gierse_kleinIn die Ausstellung wie auch ihre Entstehung führte Alfons Gierse, Geschäftsführer des Familienbundes Niedersachsen, ein. Über Familie könne man nicht ohne Emotionen reden, so Gierse. Dazu sei dieses Thema „zu eng mit der eigenen Lebenserfahrung verbunden“. Letztlich gehe es um neue Herausforderungen. „Die klassische Ehe und Familie muss geschützt werden, ohne andere Formen abzuwerten oder zu diskriminieren“, forderte Gierse.

Dabei zitierte der Landesgeschäftsführer den Entertainer Harald Schmidt, der eine Rolle als Tatort-Kommissar übernommen hat. Schmidt habe geäußert, seine Figur in der Krimireihe sei „etwas radikal neues“, nämlich die eines „heterosexuellen verheirateten katholischen Familienvaters“. Diese Aussage, so Gierse, mache schon deutlich, wie sehr sich die öffentliche Wahrnehmung von Familie verändert habe.

2016-01-19_Apke_kleinMarga Apke vom Familienbund teilte mit, dass die von der Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Niedersachsen konzipierte Ausstellung durch Niedersachsen wandere. In der Region Weser-Ems sei sie nun erstmalig zu sehen.

Der Öffentlichkeit ist die Ausstellung bis zum 16. Februar im Kreishaus zu den üblichen Öffnungszeiten (Mo. bis Do. von 6 Uhr bis 17 Uhr und Fr. von 6 Uhr bis 13 Uhr) zugänglich.