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„Börsenspiele statt Schuldenfalle“
Familienbund spricht mit Osnabrücker Kreistagspolitikern 
Zu einem intensiven Austausch über familien- und sozialpolitische Fragen hat sich der Vorstand des Familienbundes der Katholiken (FDK) im Bistum Osnabrück am 24.08.2010 in Georgsmarienhütte-Oesede mit Sozial- und Bildungspolitikern der CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Osnabrück getroffen. Im Mittelpunkt des Gespräches standen die Fragen, wie Armut und Ausgrenzung wirksam bekämpft und wie das Recht auf Bildung auf breiter Basis realisiert werden können. 
Neben der konkreten Unterstützung in Notlagen müsse es ein Anliegen sein, sozial benachteiligten Familien gute und lebensnahe Bildung zu ermöglichen, so Bernward Abing, Mitglied des Sozialausschusses im Kreistag. Schon für Kinder und Jugendliche sei es wichtig, „Lebensunterricht“ zu bekommen, der sich an ganz konkreten Alltagshürden orientiere. Dem stimmte Klaus-Heinrich Rahe vom Familienbund mit der Kritik zu, dass man sich in der Schule zuweilen lieber mit „Börsenspielen“ befasse als der Frage nachzugehen, wie man sich auch mit einem kleinen Einkommen vor der Schuldenfalle retten könne.
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Osnabrück tafelt
Aktion gegen Armut und Ausgrenzung am 21. August 2010
Alle Bürger – unabhängig von Einkommen, Vermögen oder sozialem Status – haben am Wochenende gemeinsam getafelt. Mit der Aktion zum „Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ will der Verband das öffentliche Bewusstsein für Armut, Ausgrenzung und deren Ursachen schärfen und forderte konkrete Lösungen von der Politik.
Nach Angaben des statistischen Landesamtes gelten mehr als 14 Prozent der Niedersachsen als armutsgefährdet. Die Armutsquote für Kinder liegt bei 15,4 Prozent, in einigen Teilen der Stadt Osnabrück sogar bei mehr als 21 Prozent. Die Zahl der Schuldnerberatungen des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück hat sich in den letzten drei Jahren quasi verdoppelt. Ebenso stiegen die Allgemeinen Sozialen Beratungen jährlich zwischen zehn und 20 Prozent. Gerade jetzt zum Schuljahreswechsel melden sich viele Familien, die den Schulbedarf nicht finanzieren können.

Weitere Informationen beim >>> Caritasverband
 
Hinweis auf Familienwahlrecht in Pfarreien
Der Familienbund im Bistum Osnabrück hat jetzt alle katholischen Kindertagesstätten im Bistum angeschrieben und sie auf das bei den Pfarrgemeinderatswahlen am 6./7. November praktizierte Familienwahlrecht aufmerksam gemacht. Nachdem sich  bei den letzten Wahlen im Jahr 2006 bereits 118 Gemeinden im Bistum entschlossen hatten, das Familienwahlrecht umzusetzen, sind es in diesem Jahr schon 165 Pfarreien und damit zwei Drittel aller Gemeinden des Bistums.
Monika Bögelmann, Vorsitzende des Familienbundes, sagt: „Das ist ein toller Erfolg für die Lobby von Familien innerhalb von Kirche. Jetzt gilt es, die Familien im Vorfeld der Wahlen auch über diese Chance der Mitbestimmung breit zu informieren.“ Der Familienbund habe vor vier Jahren die Einführung des Familienwahlrechts angeregt, um ein deutliches Zeichen für Familienfreundlichkeit zu setzen. Dass das jetzt eine richtige „Erfolgsgeschichte“ werde, habe man damals noch gar nicht zu hoffen gewagt.
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Von wegen nix zu machen ...
Das KAB-Forum am 31.08 .im Osnabrücker "Forum am Dom"  verspricht interessante und nachdenkliche Einblicke in das Engagement eine Gemeindepfarrers gegen Armut und Ausgrenzung. Pfarrer Franz Meurer macht Ernst mit der Option für die Armen und hat in seiner Kölner Pfarrei schon einiges bewegt. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen und beginnt um 19:00 Uhr.
Einige Anregungen sind sicher auch für das Handeln in unseren Gemeinden und Verbänden hilfreich, besonders, wenn es um die Teilhabe von Familien geht.
 
Für Familien wird es teurer

Familienbund kritisiert Pläne zur Finanzierung des Gesundheitssystems

Der Bundesverband des Familienbundes der Katholiken hat die von der Bundesregierung geplante Anhebung der Beitragssätze zur gesetzlichen Krankenversicherung und die Einführung höherer Zusatzbeiträge für die Versicherten scharf kritisiert. „Anstatt die Finanzierung des Gesundheitssystems  langfristig und nachhaltig zu sichern, werden  ohne Konzept die Beiträge nach oben geschraubt. Zusatzbeiträge drohen je nach Kassenlage auch in den kommenden Jahren immer weiter zu steigen. Besonders betroffen sind davon Familien mit Kindern. Ihr frei verfügbares Einkommen wird weiter sinken und viele Familien abhängig machen von zusätzlichen Transferzahlungen“, so die Präsidentin des Familienbundes der Katholiken, Elisabeth Bußmann, am 06.07.2010 in Berlin. „Jedes weitere Herumdoktern im bestehenden System ohne grundlegende Strukturveränderungen verhindert eine demografiefeste Gesundheitsfinanzierung“, so Bußmann weiter.

Der Familienbund fordert eine Reform, bei der die solidarischen Elemente der Finanzierung gestärkt werden. Dazu gehören die Beibehaltung einkommensabhängiger Beiträge unter Einbeziehung aller Einkünfte (z. B. aus Vermietung, Verpachtung, Kapitalvermögen) in Verbindung mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und der Pflichtversicherungsgrenze sowie die strikte Wiederherstellung der paritätischen Finanzierung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

 
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